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Führungen 2011

Genossenschaft - Nazi-Kaserne - Flüchtlingslager - Wendepunkte im 20. Jahrhundert
Führungen durch die Genossenschaftszentrale »Vorwärts«


Teilnehmerbeitrag für die Führungen: 4,- Euro

Treffpunkt, wenn nicht anders angegeben: Münzstraße 51/53, Barmen

 

Führungen und Besichtigung der Ausstellung für Gruppen oder Schulklassen auf Anfrage.

 

DIE GEBÄUDE DER KONSUMGENOSSENSCHAFTSZENTRALE „VORWÄRTS“ AN DER MÜNZSTRASSE

(1904-1931) sind ein eindrucksvolles Denkmal der Industrie- und Sozialgeschichte. Zugleich sind viele Spuren der Zeit- und Stadtgeschichte erhalten. Sie wurden als Kaserne und Gefangenenlager der SA (1933-1936), als Wehrmachtskaserne (1936-1943), als Lebensmittelgroßhandlung (1943-1953) in den Hungerjahren, und nach der deutschen Spaltung als Flüchtlingslager (1953 -1961) genutzt.
Allgemeine Führungen durch Gebäude und Ausstellung.


Sonntag, 17.04.2011, 11 Uhr, Falk Paysen, Dr. S. Oberhaus
Sonntag, 19.06.2011, 11 Uhr, Dr. Salvador Oberhaus
Samstag, 12.11.2011, 14 Uhr, Falk Paysen

 

GENOSSENSCHAFTLICHE SELBSTHILFE UND DIE ARBEITERKULTUR
DER 1920ER JAHRE

Das Areal der Konsumgenossenschaft »Vorwärts« (gegr. 1899) mit seiner unterirdischen Bahnanbindung, den Werkstätten, Produktionsanlagen und der damals modernsten Großbäckerei des Bergischen Landes ist ein einmaliges Zeugnis der Industrie- und Sozialgeschichte Wuppertals. Zur Zentrale gehörten auch genossenschaftseigene Wohnhäuser und die verschiedenen »Verteilungsstellen« im Stadtteil.
In ihrer Blütezeit in den 1920er Jahren versorgte die Konsumgenossenschaft
fast 1/3 der Barmer Bevölkerung. 1928-1931 entstand eine neue Zentrale auf Clausen, damals das größte Genossenschaftsgebäude in Deutschland.


Samstag, 14.5.2011 14 Uhr, Reiner Rhefus

 

DIE EHEMALIGE KASERNE ALS ERINNERUNGSORT AN NATIONALSOZIALISMUS, KRIEG UND NACHKRIEGSZEIT

Die Siedlungsbauten im Barmer Stadtteil Sedansberg wurden im Rahmen eines fortschrittlichen kommunalen Bauprogramms errichtet. „Licht, Luft und Sonne“ brachten bisher ungewohnten Komfort für die Bewohner aus den Arbeiterschichten. Schon ab 1872 waren hier auf Initiative der „Barmer Baugesellschaft für Arbeiterwohnungen“ vorbildliche Siedlungshäuser entstanden. Neben der Zentrale in der Münzstraße entstanden genossenschaftseigene Wohnhäuser und verschiedene „Verteilungsstellen“ von Lebensmitteln.

Samstag, 29.1.2011 15 Uhr, Dr. Salvador Oberhaus

Samstag, 2.7. 2011 11 Uhr, Dr. Salvador Oberhaus
(14.30 Uhr Gedenkveranstaltung am KZ Kemna)

 

KOMMUNALER- UND GENOSSENSCHAFTLICHER WOHNUNGSBAU
IM STADTTEIL SEDANSBERG

Die Siedlungsbauten im Barmer Stadtteil Sedansberg wurden im Rahmen eines vorbildlichen kommunalen Bauprogramms errichtet.

»Licht, Luft und Sonne« brachten bisher ungewohnten Komfort für die Bewohner aus den Arbeiterschichten. Schon ab 1872 waren hier auf Initiative der »Barmer Baugesellschaft für Arbeiterwohnungen« vorbildliche Siedlungshäuser entstanden. Neben der Zentrale in der Münzstraße entstanden genossenschaftseigene Wohnhäuser und die verschiedenen Verteilungsstellen« im Stadtteil. Führung zur Siedlungs- und Sozialgeschichte.

Samstag, 4.6.2011 14 Uhr, Dr. Arno Mersmann*
Sonntag, 9.10.2011 11 Uhr, Dr. Arno Mersmann*
Treffpunkt: Sedanstraße 61, Haltest. Sedanstraße, Linie 628
*in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Wuppertal

 

WIDERSTAND UND VERFOLGUNG 1933-1945 IM STADTTEIL SEDANSBERG

Der Stadtteil war eine Hochburg der sozialistischen Arbeiterparteien, die im Verborgenen Widerstand leisteten. Einige der Widerständler wurden im März 1936, vor 75 Jahren, bei den so genannten „Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen“ zu hohen Zuchthausstrafen verurteilten. Hier wohnten aber auch Pastor Karl Immer, einer der Organisatoren der „Barmer Bekenntnissynode“ (1934) oder der katholische Kaplan Johannes Flintrop, der im KZ Dachau umkam. Die Stadtteilerkundung führt von der damaligen SA-Kaserne auf die Spuren der Menschen, die in jenen Jahren die demokratischen Traditionen Deutschlands bewahrten.

Freitag, 11.3.2011 16 Uhr, Reiner Rhefus

 

DURCH TUNNEL UND ÜBER VIADUKTE

– vom Bahnhof Loh zum Bahnhof Heubruch. Am Bahnhof Loh entstand seit 1931 die neue Zentrale der Konsumgenossenschaft „Vorwärts-Befreiung“. Von hier aus wurde mit der Güterkleinbahn nach Hatzfeld ein ganz neues Industriegebiet erschlossen. Eine Führung zur Industrie- und Bahngeschichte in Kooperation mit der Wuppertalbewegung und dem Historischen Zentrum.


Für die Tunneldurchquerung bitte Taschenlampe mitbringen.
Donnerstag, 14.7.2011 15 Uhr, Reiner Rhefus
Treffpunkt: Bahnhof Loh, Rudolfstraße 125,
ÖPNV: Haltestelle Rudolfstraße, Linie 612 und 622

 

TAG DES OFFENEN DENKMALS

Die Gebäude der alten Genossenschaftszentrale gehören zu den wichtigsten Zeugnissen der Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts. Am Tag des offenen Denkmals besteht die Möglichkeit, den Ort zu erkunden, an Führungen teilzunehmen, mit Vereinsmitgliedern und Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen oder sich die Ausstellung über die Geschichte des Gebäudes in der Zeit des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit anzuschauen.

Sonntag, 11.9.2011
Tag des offenen Denkmals – Eintritt frei


Führungen: 11, 13, 14 und 16 Uhr
Ausstellung, Lesung, Gespräch: 14 – 17 Uhr,
mit Zeitzeugen, Café

AUSSTELLUNG

Die Dauerausstellung zur Geschichte des Gebäudes ist jeweils im Anschluss an die Führungen im Gebäude geöffnet.
Ausstellungsbesuch und Führungen für Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung.
Tel.: +49(0)202 30 35 02