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Gleisanlagen und Keller

Zugang zum Tunnel an der Bahntrasse am Heubruch
Abb.: Zugang zum Tunnel an der Bahntrasse am Heubruch

Über eine eigene Zugtrasse war die Genossenschaftszentrale direkt mit dem Bahnnetz und dem ehemalige Güterbahnhof „Heubruch“ verbunden. So konnten Lebensmittel in großen Mengen gleich bei den Erzeugern geordert werden. Das Ziel der Genossenschaften war es, möglichst viele Produkte in genossenschaftlichen Produktionsbetrieben zu kaufen, um so ein nicht kapitalistisches, genossenschaftliches Wirtschaftssystem aufzubauen. Hierfür hatte der Bahnanschluß eine große Bedeutung.
Die Bahntrasse führte unter das Lager- und Kontorhaus, und - über eine Drehscheibe - weiter zu den Kellereien unter dem Hof bis zu Bäckereigebäude . Rechts und links der Trasse befanden sich auf gleicher Höhe wie der Boden der Eisenbahnwagons Ladefenster, durch die die Waren in die Lagerräume gebracht wurden. Die Räume waren bis zur Decke gekachelt, da sie für die Aufbewahrung frischer Lebensmittel wie Käse, Wurst und Fleischwaren bestimm waren. Eine Kühlkammer war für die Aufbewahrung der Butter vorgesehen. In einem anderen großen Raum war die Bierabfüllanlage. Vom Tiefgeschoss gelangten die Waren mit drei Lastenaufzügen in die Oberschosse des Lagerhauses oder der Bäckerei. Das zweite Tiefgeschoss war für Kartoffeln, Kohlen und anderes Schüttgut vorgesehen.

Die gesamte Anlage löste bei ihrer Fertigstellung im Oktober 1906 allgemeine Bewunderung aus. So eine moderne, rationelle und hygienische Anlage gab es bisher noch nicht und die Genossenschaft verwies stolz darauf, „was an Großem und Gutem durch den Zusammenschluss tausender Konsumenten geschaffen werden kann.“