Lageplan | Kellerebene | Verteilstelle 18

Um 1910 entstanden an der benachbarten Elsternstraße 5 Wohnhäuser für Mitarbeiter und Mitglieder der Genossenschaft. Die Wohnungen boten damals guten Wohnkomfort, denn sie verfügten jeweils über ein WC, ein separates Bad mit Emaille-Badewanne sowie Einbauschränke und einen rückwärtigen Balkon (nicht erhalten). Diese Häuser bilden mit den Lager- und Produktionshäuser einen geschlossenen Hof. So wurde die Zusammengehörigkeit der Genossenschafter und die Verbindung von Wohnen und Arbeiten betont. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite lagen Schrebergärten, in denen viele Mieter einen kleinen Teil ihrer Lebensmittel selbst erzeugten.
Die Bewohner der Häuser an der Elsternstraße bildeten eine kleine Gesinnungsgemeinschaft. Die Mitglieder und Mitarbeiter der Konsumgenossenschaft gehörten meist der SPD, den freien Gewerkschaften oder den verschiedenen Arbeitergesang- oder Sportvereinen an. Oftmals fanden Gewerkschafter, die wegen ihres Engagements ihre Arbeitsstelle verloren hatten, gerade in der Konsumgenossenschaft Arbeit. So wohnten hier einige der prominentesten Partei- und Gewerkschaftsführer.
