
Seit 1905 gehörte es zur politischen Zielsetzung der Genossenschaften, ein Korrektiv gegen Preissteigerungen und schlechte Arbeitsbedingungen zu bilden. Mit den Gewerkschaften achteten sie auf die Durchsetzung von Tarifverträgen und bildeten einen Notfonds für Streiks. Den Mitgliedern bot sie reelle Preise, feste Gewichte und keine Unkosten für als überflüssig erachtete Werbung.
So wurden Lebensmittel nur aus Betrieben bezogen, in denen gute Arbeitsbedingungen und gewerkschaftliche Tarifverträge bestanden. Ziel war es jedoch, einen möglichst hohen Anteil der Waren aus eigenen bzw. genossenschaftlichen Betrieben zu beziehen. Das Motto der ersten in England gegründeten Konsumgenossenschaften lautete „Wir wollen unsere wirtschaftlichen Angelegenheiten in die eigenen Hände nehmen und darin behalten“. Dieser Wahlspruch wurde auch von den Wuppertaler Genossenschaftlern übernommen.